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Praxisumbau braucht Genehmigung vom Amt

Praxisumbau brauch eine Baugenehmigung

Vorsicht:  Praxisumbau darf kein “Schwarzbau” sein

Die Baubehörde muss bei baulichen Veränderungen und Praxisumbau stets mit im Boot sein

Nur mal angenommen, ein niedergelassener Facharzt möchte seine Praxis verlegen und plant einen Praxisumbau. Er geht auf Suche nach neuen Räumlichkeiten für die Arztpraxis und war auch schon erfolgreich.  Ein Objekt an gutem Standort ist gefunden, die Praxisflächen bieten gute Voraussetzungen. Das ist schon weitaus mehr als ein gelungener Start für das Projekt “Praxisumzug – Praxiserweiterung – Praxisumbau”.  Mit dem Eigentümer der Immobilie bzw. mit dessen Beauftragten laufen auch schon Gespräche über nötige Um- und Ausbauten der Fläche, damit später für einen optimalen Praxisbetrieb alles passt.

Wichtige Frage: Ist Genehmigung für Um- und Ausbauten vorhanden?

In diesem Zusammenhang wichtig zu wissen: Die meisten Um- und Anbauten müssen in Deutschland genehmigt oder der Baubehörde zumindest angezeigt werden. Zuständig für das Einholen der Genehmigung ist der Bauherr.  Tut er das nicht, handelt es sich um einen Schwarzbau – und der ist verboten. Fliegt ein Schwarzbau auf, hagelt es für den Bauherrn empfindliche Strafen. Darauf hat der Verband Privater Bauherren (VPB) vor kurzem eindringlich hingewiesen. Im schlimmsten Fall flattert eine behördliche Abbruchverfügung ins Haus oder ein teures Nachgenehmigungsverfahren droht. Verantwortlich ist immer der Immobilien-Eigentümer, egal ob er oder sein Vorgänger den “Schwarzbau” veranlasst hat.

Dieser Umstand setzt auch ein Achtungszeichen für Mieter von Praxisflächen. Damit sie auf der sicheren Seite sind, sollte vor Unterzeichnung eines Praxismietvertrages geklärt sein, ob für frühere oder vorgesehene Umbauten der Praxisräumlichkeiten Genehmigungen vorliegen bzw. eingeholt werden. Andernfalls könnte ein Praxismieter bei “aufgeflogenen Schwarzbauten” z.B. drohende Abrissanordnungen so oder so mit ausbaden müssen.

Praxis-Immobilie gleich komplett kaufen?

Das Gleiche, nur noch unmittelbarer, gilt natürlich bei einem Kauf der kompletten Immobilie für die neue Praxis. Denn es könnte sein, dass der vorherige Eigentümer nicht für alle baulichen Veränderungen eine behördliche Genehmigung eingeholt hat. Das Eine oder Andere  wurde womöglich schwarz um- und ausgebaut. Um hier als Käufer nicht Gefahr zu laufen, später irgendwann die Konsequenzen tragen zu müssen, rät der VPB zu Umsicht. Wer ein Haus kaufen möchte, sollte deshalb im Vorfeld genau in die Hausakten schauen. In denen müssen sich Nachweise finden, aus denen hervor geht, ob das Haus in allen Details baurechtlich genehmigt ist. Sonst besteht das Risiko, einen Schwarzbau zu kaufen mit all seinen ungeahnten Folgen.

Insgesamt ist es ratsam, für solche ähnlich weitreichende Entscheidungen die Hilfe von Fachleuten in Anspruch zu nahmen.

Foto: Pixabay

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